5. Januar 2012

Warum reden alle immer über Bettina Wulff?



Ein Bericht von Merkur-online.de

Kein Thema bewegt die Republik derzeit so sehr wie die Kredit- und Anrufaffäre des Bundespräsidenten Christian Wulff. Doch immer wieder bringen zahlreiche Medien auch seine Frau Bettina ins Spiel. Warum nur?

Knapp 11,5 Millionen Zuschauer haben am Mittwochabend das Interview von Bundespräsident Christian Wulff in ARD und ZDF gesehen. Es ging um die Vorwürfe in der Kredit- und Anrufaffäre. Doch ein Zitat Wulffs fiel etwas aus dem Rahmen: ”Wenn Sie da sehen, was da über meine Frau alles verbreitet wird an Fantasien…”. Um was geht es? Was wird verbreitet? Welche Fantasien?

Anscheinend reicht den Medien die Berichterstattung um Drohanrufe und Privatdarlehen des deutschen Staatsoberhaupts nicht aus. Immer wieder rückt auch Präsidentengattin Bettina Wulff in den Mittelpunkt, die Gerüchteküche brodelt. Stören sich die seriösen Journalisten etwa daran, dass sich die Frau des Bundespräsidenten nicht wie ihre Vorgängerinnen im Hintergrund hielt, sondern selbst die Öffentlichkeit suchte?

So kam die Gerüchtewelle ins Rollen:Bereits Mitte Dezember, als die Affäre um Wulffs Darlehen in der Bild ans Licht kam, zitierte TV-Talker Günther Jauch vor Millionen von Zuschauern die Berliner Zeitung. Diese formulierte bedeutungsschwanger: “Wenn Wulff nicht bald folge, so wurde in Berlin gemunkelt, könne das Blatt mit einer Geschichte über das frühere Leben Bettina Wulffs aufwarten. Angeblich verfügt die Redaktion über Informationen, die bisher auf Weisung von ganz oben nicht gedruckt werden dürfen. Aus Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten.” Einen besseren Nährboden für Gerüchte kann man sich kaum vorstellen. Ob und was wirklich dahinter steckt, ist bislang völlig unklar

Medien-Experte Jo Groebel, nicht gerade bekannt als intimer Freund und Kenner der Familie Wulff, wagt bei Focus online die Diagnose, Bettina Wulff stehe unter enormen Druck. An ihr perlten die Vorwürfe nicht leicht ab. Ihr “Teflonfaktor” sei nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen Frauen bekannter Politiker, unterstellt Groebel.

Seriöse Medien verbreiten Gerüchte

Die Süddeutsche Zeitung verspürt bei der Präsidentengattin “gefährlichen Glamour” und beruft sich auf ungenannte Kreise, wonach angeblich Bettina Wulff hinter den Luxusurlauben und -vergünstigungen stehe.

Und auch die seriöse Tagesschau munkelt in der 15-Uhr-Ausgabe vom 2. Januar in Person von Rainald Becker, seines Zeichens Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios, der Anruf Wulffs habe nicht die Berichte um die Kreditaffäre als Hintergrund, sondern eine “mögliche Vergangenheit” von Bettina Wulff.

Im World Wide Web nahm die Sache ohnehin ihren ganz eigenen Gang. Auf Facebook und Twitter kursieren jede Menge Gerüchte, geschmacklose Witze und Andeutungen.

Das Thema wird uns vermutlich noch eine Weile begleiten…

(Quelle: merkur-online.de)

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