6. Januar 2012

Untergang im Fantasialand?



Ein Bericht von der Seite: freitag.de

Seit Herr Wulff in seinem Interview selbst auf die “Fantasien” über seine Frau, die im Internet kursieren, eingegangen ist, bin ich verwundert, dass dieses Thema von den Medien – soweit ich sehe – nicht aufgenommen worden ist.

Diskussion über Internet-Fantasien legitim

Ich gehe davon aus , dass dieses Thema dadurch, dass es von Herrn Wulff von sich aus im Interview angesprochen wurde, zu einem legitimen Gegenstand der Medienberichterstattung geworden ist.

Warum die Journalisten die von Herrn Wulff eröffnete Debatte nicht aufnehmen, erschließt sich mir nicht.

Wieso geht Wulff nicht gegen Ulfkotte – Kopp-Verlag und TITANIC vor?

Dabei ist zu bedenken, dass diese “Fantasien” nicht nur von anonymen Bloggern aus der erzkatholischen Schmuddelecke von Servern aus dem Ausland verbreitet werden – wogegen schwer etwas zu machen ist – sondern auch von greifbaren, wenn auch zweifelhaften Journalisten (Ulfkotte) und Medien (Kopp-Verlag/TITANIC) mit ordentlichem Wohn- bzw. Geschäftssitz in der BRD.

So stehen bereits seit dem 19.12.2011 ein Bericht und ein Video des Kopp-Verlages im Internet in dem über die “Fantasien” so berichtet wird, dass man annehmen könnte, es seien Fakten.

Dann machte in den letzten Tagen die TITANIC auf ihrer Startseite mit einer “Satire” auf, die sich auf die “Fantasien” bezog, allerdings in einer Weise, die nach meiner Einschätzung die Grenzen der Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit überschritten haben, wenn die Fantasien tatsächlich Fantasien sind.

Beim “stern.de” war die TITANIC-”Satire” kurz unkritisch in eine Bildstrecke aufgenommen worden, die über Wulff-Internetsatiren im Netz berichtete, später aber wieder gelöscht.

Mittlerweile ist diese “Satire” bei der TITANIC vom Aufmacher in die Postkarten-Rubrik verschoben worden. Wieso Herr Wulff hiergegen, wie es scheint, nicht vorgeht – eine einstweilige Verfügung wäre in einem solchen Fall innerhalb von wenigen Stunden erwirkbar – verstehe ich nicht.

Dies mit dem sog. Streisand-Effekt zu begründen, erscheint mir zweifelhaft, denn bei Frau Streisand ging es ja nicht um “Fantasien”, sondern um den inhaltlich richtigen Bericht über ihr real existierendes Anwesen.

Mich verwundert dabei auch, dass Herr Wulff gegen einem Blogger strafrechtlich vorgeht, der ein Bild verbreitet haben soll, auf dem Frau Wulff mutmaßlich ein Hitlergruß “anretuschiert” worden sein soll.

Über eine Anzeige gegen Herrn Ulfkotte, Herrn Kopp oder die Verantwortlichen im TITANIC-Verlag ist mir dagegen nichts bekannt geworden.

PHOENIX löscht Beitrag von Gerd-Joachim von Fallois 

Dann frage ich mich, wieso ein Beitrag des angesehenen ARD-Hauptstadt-Korrespondenten Gerd-Joachim von Fallois bei PHOENIX gelöscht wurde, in dem dieser über die Hintergründe des Anrufs von Wulff bei Herrn Diekmann nachdachte.

Wäre dies nicht eine im Rahmen der Presse- und Meinungsfreiheit zu diskutierende Frage, die einen engagierten Journalisten zumindest neugierig machen müsste?

Ich weiß, dass ich für diesen Blogbeitrag einige Prügel einstecken werde und mir vorgeworfen wird, dass ich diese “Fantasien” nur weiter anfachen wollte, aber damit muss ich leben.

Tatsächlich glaube ich, dass es sich wirklich um “Fantasien” handelt, die aber nicht dadurch am Leben erhalten werden dürfen, dass sich Herr Wulff, da wo es ihm ein Leichtes wäre, sie zu unterbinden, untätig bleibt.

Spanische Zeitung “El Correoe” berichtet

Mittlerweile beginnt schon die ausländische Presse über die “Fantasien” zu berichten, so z.B. der spanische Hauptstadtkorrespondent des El Correo, Enrique Müller, am 04.01.12 auf der Internetseite www.elcorreo.com unter der Überschrift:

“El presidente alemán se queda solo”  (übersetzt: “Der Präsident ist allein” )

Dem ist Einhalt zu gebieten, damit wir im Ausland in Zukunft nicht ähnlich belächelt werden, wie die Italiener mit ihrem Bunga-Bunga-Ministerpräsidenten!

 (Quelle: freitag.de)
HINWEIS:
“Firstlady-Skandal” möchte  hier zum wiederholten Male zum Ausdruck bringen, dass sich unsere Meinung meist nicht mit den hier wiedergegebenen Beiträgen deckt. Wir möchten die Beiträge zum Thema “First-Lady Skandal” lediglich in einer losen Sammlung, unsererseits völlig wertfrei, hier wieder geben. Dass es für dieses Thema genügend Interesse gibt, beweisen inzwischen über eine Million Leser unserer Seiten.

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