24. Dezember 2011

Schmutziges Spiel gegen Christian Wulff



Kampagne der Dummen, Bigotten – und der Globalisten

Schon wieder muss ich mich für jemanden einsetzen, den ich eigentlich überhaupt nicht mag. Aber wer dem Bundespräsidenten am Zeug flicken will, soll das politisch tun, da gibt es genug (Multi-Kulti-Rede zum 3. Oktober etwa). Aber was da im Augenblick abgezogen wird, ist würde-, instinkt- und argumentlos. Und: Es beschädigt den Staat als Ganzes. Den Bundespräsidenten, der qua Amt über den Parteien steht und sich in Gestalt von Wulff auch durchaus so verhält, dermaßen niederträchtig anzupinkeln ist nichts anderes als die Staatsflagge oder die Nationalhymne zu verunglimpfen.

Was ist passiert? Nichts! Wulff hat einen zinsgünstigen Kredit von einem Freund bzw. von desse Ehefrau bekommen, den er aus Jugendtagen kennt. Mit Lobbyismus oder Korruption hätte das nur zu tun, wenn er anschließend bestimmte Gesetze zu dessen Gunsten gemacht oder gefördert hätte. Davon ist nichts bekannt. Der Vorgang ist fundamental anders, als wenn ein Pharmaunternehmen einen Politiker schmiert, um seine Produkte zuzulassen. Wulffs Zinsvorteil bei dem Darlehen betrug ungefähr 5.000 Euro. Eine lächerliche Summe. Hat jemand das bescheidene Häuschen gesehen, das er dafür gekauft hat? Jeder Handwerksmeister hat ein besseres! Dass Rot-Grün, die gerade eine halbe Billion Euro an Steuergeldern als Haftungssumme für den Euro mit rausgejubelt haben, sich darüber aufregen, ist ein obszönes Ablenkungsmanöver. Wulff hingegen, und das spricht auch politisch für ihn, hat genau diese Politik der Euro-Rettung in einer Rede vor Nobelpreisträger in Lindau im August harsch als nicht verfassungsgemäß kritisiert. Ist das der Grund, warum er jetzt angeschossen wird – weil er weg soll, bevor die nächste halbe Billion rausgejubelt wird, weil er dieses Gesetz vielleicht nicht mehr unterschreibt? Oder ist er unbequem, weil er zum VW-Gesetz steht, das die EU-Kommission abschaffen will, um auch den größten deutschen Autobauer den internationalen Heuschrecken zum Fraß vorzuwerfen?

Absolut widerlich wird es, wenn jetzt auch noch das private Vorleben seiner Frau als Munition gegen den Bundespräsidenten verwendet wird. Das ist Ekel-Journalismus, wie er bisher in Deutschland unbekannt war, jedenfalls gegen die höchsten Repräsentanten des Staates nicht verwendet wurde. Presseorgane, die ansonsten Tag für Tag ihren Profit aus der Prostituierung von Frauen ziehen, spielen sich zu Moralaposteln auf. Ein Hundsfott, wer da mitzieht.

Ich wünsche dem Präsidenten und seiner Frau und Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest. Möge er im Amt bleiben, bis wir die Bande in der Regierung und an der Spitze von Rot-Grün losgeworden sind. Danach finden wir einen besseren – und halten ihn in Ehren, wie seine Vorgänger auch. So viel Staatstreue muss sein.

(Quelle: juergenelsaesser.wordpress.com)

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