7. Januar 2012

Die Demontage von Christian Wulff hat einen Grund!



Ein Artikel vom Portal: charakteristik.wordpress.com

Die Medien berichten von immer neue Vorwürfen gegen Wulff und seine Familie.

  • Laut Spiegel Online soll der Kredit von der Familie Geerkens nicht im Grundbuch eingetragen gewesen sein und auch ein Notariatsvertrag fehlt.
  • Wulff will nicht dass die Bildzeitung seine Mailbox Nachricht veröffentlicht.
  • Frau Wulff trägt kostenlos bereitgestellte Kleidung und Accessoires bekannter Designer und Modehäuser.

 

Zu den Vorwürfen im Spiegel fragt sich, welcher Azubi dort recherchiert hat?  Denn in einem Grundbuch wird überhaupt nur dann ein Eintrag fällig wenn eine Grundschuld auf das Haus aufgenommen wird, aber nicht bei einem normal gewährten Kredit, wie dem von Frau Geerkens. Der fehlende Notariatsvertrag ist genau so ein dummes Zeug, denn bei einer privaten Kreditvergabe zieht man überhaupt keinen Notar hinzu, da der nichts, aber auch gar nichts damit zu tun hat. Das Christian Wulff die Mailbox Nachrichten von der Bild Zeitung nicht veröffentlicht haben will halte ich persönlich für schwach und für einen Fehler. Er wünscht sich sicherlich das Ende der Affäre herbei, aber so wird ihm das kaum gelingen, denn längst geht es den Medien nicht mehr um Inhalte sondern man will seinen Hut und solange es offene Fragen gibt wird man diese nutzen um Geschichten zu verbreiten. Das dabei auch bei Frau Wulff nicht gut wegkommt und der Präsident nebst Gattin nun als Schnorrer und Amigo weitergereicht werden ist ihm anzukreiden. Nicht dass seine Frau solche Kleidung trägt, es kann uns allen völlig egal sein wer sie rausputzt, nein,  aber dass ihm trotz jahrelanger Erfahrung solche „Fehler“ in der Politik unterlaufen ist bemerkenswert. Er sollte doch wissen, das man sich lieber nicht angreifbar macht und dass die Leute Günstlingspolitik hassen, ob nun aus Neid oder Missgunst lassen wir mal dahingestellt. Fakt ist, solche Zuwendungen sind ungeschickt und das sollte er wissen. Interessanter aber als die Kleidung seiner Gattin ist die Frage warum solche Geschichten just in dem Augenblick ausgegraben werden wo der Bundespräsident ohnehin angeschlagen ist. Über Wochen schon verfolgt uns dieses Thema und die Frage warum die Bildzeitung, eigentlich ja das Presseorgan der Regierung schlechthin, sich auf Wulff eingeschossen hat. Was haben die Medien gegen den Bundespräsidenten? Ich persönlich habe ihn ohnehin eher farblos erlebt und auch ein Amigo und der Vorwurf ein zu Schnorrer sein ist kein Grund für eine Hetzjagd wie wir sie in letzter Zeit erleben. Das Gegenteil ist der Fall, solche Leute lassen sich im allgemeinen ja gut lenken. Weshalb also diese Pressekampagne? Da gibt es jetzt für mich zwei Möglichkeiten weshalb Wulff den Weg freimachen soll.

  1. Wulff hat mit seinem Satz „der Islam gehört zu Deutschland“ einen Nerv getroffen der ganz besonders bei den Konservativen im Land ein Dorn im Auge ist. Das nun ausgerechnet die eher Linken und moderaten Kräfte im Land die Entmachtung von Wulff voran treiben wäre ein Hohn der Geschichte.
  2. Für diese Variante bediene ich mich der folgenden Quelle:  http://www.godmode-trader.de/nachricht/Das-Bauernopfer,a2729785.html

Ein Youtube Video:

Wulff hat sich zu Beginn seiner Amtszeit, für ihn ganz untypisch eigentlich sehr deutlich mit der Finanzkrise auseinander gesetzt. Ich zitiere:

„Erst haben Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten Banken gerettet, dann rettet eine Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet aber am Ende die Retter? Wann werden aufgelaufene Defizite auf wen verteilt beziehungsweise von wem getragen?“

Weiter warnte Wulff in der FAZ:

„Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft ist an ihr Ende gekommen. Was vermeintlich immer gut ging – neue Schulden zu machen –  geht eben nicht ewig gut“.

„Ich verstehe, dass viele nicht nachvollziehen wollen, dass Bankmanager teils exorbitant verdienen, dass aber zugleich Banken mit Milliarden gestützt werden. Und Trittbrettfahrer in der Finanzwelt spekulieren weiterhin darauf, von der Politik und damit letztlich von den Steuerzahlern aufgefangen zu werden – weil sie zum Beispiel zu groß sind und zu relevant für den gesamten Wirtschaftskreislauf“.

Diese Sichtweise auf die Finanzpolitik der Gegenwart ist in letzter Konsequenz wohl ein System kritisches denken das man Wulff, zumal ja Nutznießer, nicht zugetraut hat und mit dem man sich nicht konfrontieren mag, denn es ist die Wahrheit. Vermutlich ist die Entmachtung von Wulff aber nicht auf eine der beiden Möglichkeiten zurück zu führen sondern auf beide und natürlich auf ihn selbst. Sein Krisenmanagement und sein Lavieren, statt einiger Machtworte, laden die Journalisten zum Nachtreten gerade zu ein und so fürchte ich dass ist nicht der letzte Artikel den ich der Sache widme.

(Quelle: charakteristik.wordpress.com)


Lassen Sie eine Antwort