21. Dezember 2011

Die Akte Bettina Körner



»Betty«, die Frau an der Seite des Bundespräsidenten

Eine First Lady in Netzstrümpfen. Mit Bettina Wulff, geborene Körner, hat ein neues Ambiente Einzug ins höchste Staatsamt gehalten. In einer Zeit, in der die von einem christlichen Laienprediger gegründete Bausparkasse Wüstenrot ebenso um ihren guten Ruf kämpfen muss wie die Ergo-Versicherungsgruppe, scheinen traditionelle Werte abhanden gekommen zu sein. Die First Lady forderte erst vor wenigen Tagen mehr praktischen Sexualkundeunterricht an deutschen Schulen. Die Schüler-Aufklärung sei in Deutschland bislang zu trocken und zu theoretisch. Die Frau unseres Staatsoberhaupts scheint sich da auszukennen. Ist es nur eine Variante der Normalität, dass Frau Wulff an unseren Schulen über Sex spricht?

Und was bedeutet es eigentlich für das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland, wenn eine renommierte Tageszeitung wie die Welt nun auch noch »Geschichten über das wilde Vorleben« von Bettina Wulff anspricht? Die schon als »Schülerin zu Partys nach Sylt gefahren sein soll«. Bettina Wulff und »ihr Drang nach Glanz und Glamour und Geltung« hängen nun wie ein Damokles-Schwert über dem Ansehen unseres Landes.

Was verbirgt die Frau von Christian Wulff über ihr Vorleben? Die Berliner Zeitung berichtete jetzt über angebliche Interna aus der BILD-Zeitung und angebliche Drohungen: »Wenn Wulff nicht bald folge, so wurde in Berlin gemunkelt, könne das Blatt mit einer Geschichte über das frühere Leben Bettina Wulffs aufwarten. Angeblich verfügt die Redaktion über Informationen, die bisher auf Weisung von ganz oben nicht gedruckt werden dürfen. Aus Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten. Doch den hat die Bild-Zeitung (…) ohnehin schon aufgegeben.«

In einem Interview sagte Bettina Wulff jetzt: »Man muss sich entscheiden: Entweder macht man gewisse Dinge nicht mehr. Oder eben doch, weil es ein Stück private Lebensqualität erhält, egal ob Menschen einen angucken, ansprechen oder ein Foto machen. In der Regel stellt sich nach einem kurzen Blick wieder die Normalität ein. Es ist nur dieser Moment von ›Oh, Frau Wulff tanzt‹. Und wenn klar ist, dass ich tanze wie alle anderen auch, dann ist es fast wie früher«, so Bettina Wulff.

So wie früher? Im Mai 2011 berichtete eine renommierte Zeitung über die Frau des Bundespräsidenten: »Körner war als ausgehfreudige Frau in Hannover bekannt, in Discotheken gerne und oft gesehen. Ihre Tätowierungen (sie hat sogar zwei) waren Thema an den Stamm- und Frühstückstischen der Landeshauptstadt. Die unkonventionelle ›Betty‹ war in aller Munde.«

»Betty« ist nun wieder in aller Munde. Dieses Mal geht es nicht nur um Partys auf Sylt und die Mutter eines kleinen Kindes, die in Hannovers Discotheken oft gesehen wurde. Dieses Mal geht es um die Akte Bettina Körner, von der man nur hoffen kann, dass sie nicht so veröffentlicht wird, wie es derzeit Berliner Journalisten in den Druckausgaben ihrer Zeitungen andeuten. Für das Ansehen der Bundesrepublik im Ausland wäre es wünschenswert, dass »Betty« und ihr Ehemann ganz schnell nicht nur die Netzstrümpfe einpacken und den Amtssitz des Staatsoberhaupts räumen würden. Derweilen wird ja schon nach einem Nachfolger für Christian Wulff gesucht. Und für »Betty« könnte es bald schon wieder wie früher werden. Denn für Wulff ist es jetzt nicht mehr »Zeit zu teilen«, sondern Zeit zu gehen. Und zwar ohne dem Ansehen unseres Landes weiteren Schaden zuzufügen.

Wie skrupellos Christian Wulff heute ist, zeigt ein Blick in seine Vergangenheit, eine Zeitung berichtet über Wulff und die Flugaffäre des früheren Präsidentschaftskandidaten Johannes Rau (SPD):

In einem Zeitungsinterview sagte Wulff wörtlich: »Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann. Es handelt sich in NRW offensichtlich um eine Verfilzung mit schwarzen Reisekassen jenseits der parlamentarischen Kontrolle. Dies stellt eine Belastung des Amtes und für Johannes Rau dar.« Dem »Focus« sagte Wulff Anfang 2000: »Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.«

Nach seinen eigenen Maßstäben müsste Christian Wulff nun also ganz schnell zurücktreten. Oder wartet er erst noch auf Enthüllungen aus der Akte Bettina Körner?

(Quelle: info.kopp-verlag.de)
Hinweis:
“Firstlady-Skandal” möchte  hier zum Ausdruck bringen, dass sich unsere Meinung zumeist nicht mit den hier wiedergegebenen Beiträgen deckt. Wir möchten die Beiträge zum Thema “First-Lady Skandal” lediglich in einer losen Sammlung, unsererseits völlig wertfrei, hier wieder geben. Dass es für dieses Thema genügend Interesse gibt, beweisen inzwischen über eine Million Leser unserer Seiten. Wir glauben das es sich hier um eine gezielte Verleumdungskampagne gegen unsere First-Lady handelt ….. und das ist der “Firstlady-Skandal”!


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